Von der Leichtigkeit des Seins

Einfach mal alles hinter sich lassen, komplett abschalten, frei sein! Wer kennt das nicht, dieses Bedürfnis, manchmal aus allem ausbrechen zu wollen? Doch ganz so leicht, wie es sich anhört, ist das oft nicht.

Der Boden der Tatsachen

“Ach, nimm es nicht so schwer!”, diesen Satz haben sicher die meisten von uns schon mehr als einmal in ihrem Leben gehört. Sei es von der Familie oder von Freunden, die einen in bestimmten Situationen etwas aufmuntern wollten. So ein Satz kann auch wunderbar trösten, muss es aber nicht. Denn das, was uns manchmal traurig oder wütend macht, ist nicht immer einfach mit einer Handbewegung wegzuwischen. Oft sind diese Gefühle tief in uns verankert, belasten unser Herz und unsere Seele. Dann brauchen wir etwas, dass uns aus diesem Tief wieder herausholt und dafür reichen ein paar wohlwollende Worte leider oftmals nicht aus. Wir brauchen dann eher eine Strategie, mit der wir uns selbst von diesen Dingen lösen können. Doch kaum einer sagt einem in diesen Situationen: “Ach, nimm es doch mal ganz leicht, löse dich von allem und mache dich frei.” Warum ist das eigentlich so? Warum fällt uns das Schwernehmen so leicht und das Leichtnehmen so schwer?

Grundsätzlich ist es ja erstmal eine gute Eigenschaft, gewisse Dinge nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, also nicht oberflächlich, sondern verantwortungsbewusst zu sein! Doch wer sich zu viel Verantwortung auflädt, der kann unter dieser Last auch irgendwann zusammenbrechen. Ständiges Kopfzerbrechen über das Für und Wider von Entscheidungen oder durchgängiges Wälzen von Problemen, kann zunehmend Stress auslösen und blockiert schließlich die eigene Handlungsfähigkeit. Deswegen ist es unsagbar wichtig, ab und an aus dem Rad des Alltags auszusteigen und sich vom Boden der Tatsachen zu lösen, um so eine neue Sicht auf die Dinge zu gewinnen.

Raus aus dem Alltag und rein ins Vergnügen: Einfach mal den Boden der Tatsachen unter sich lassen, zum Beispiel mit einer Fahrt auf dem Riesenrad!

Die Gedanken sind frei

Der Alltag diktiert uns häufig genug vor, was wir zu tun und zu lassen haben. Um den Ansprüchen von Familie und Beruf gerecht zu werden, reißen wir uns förmlich ein Bein aus, verlieren manchmal dabei unseren Kopf und vergessen auch noch die Hälfte. Dann wird es höchste Zeit, dass wir uns wieder neu sortieren – gedanklich, aber auch emotional! Es wird sozusagen Zeit für eine Auszeit vom Alltag, in der wir die Möglichkeit haben, einfach mal alles hinter uns zu lassen, komplett abzuschalten und uns so mal richtig befreit zu fühlen! Diese Auszeiten sind in erster Linie ein psychologischer Prozess, also etwas, das zuerst in uns selbst stattfindet, bevor es sich physisch auch äußerlich auf uns auswirkt. Circa 60.000 Gedanken denkt ein Mensch pro Tag! Vieles davon ist eine ständige Wiederholung dessen, was uns eben tagtäglich beschäftig. Doch wie kann man bei einer solchen Gedankenfülle, wobei der das menschliche Gehirn quasi ständig in Betrieb ist, überhaupt noch vernünftig abschalten?

“Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein. Alle Ängste, alle Sorgen, sagt man, blieben darunter verborgen und dann würde, was uns groß und wichtig erscheint, plötzlich nichtig und klein.”

Mit diesen wundervollen Zeilen trifft der begnadete Liedermacher Reinhard May sprichwörtlich den Nagel auf den Kopf. Denn lösen wir uns erst einmal gedanklich von diesen Ängsten und Sorgen, so verschafft uns das wieder mehr Platz im Kopf, sprich Raum für neue Gedanken – und zwar positive! Denn es ist ja nicht so, dass wir unseren Gedanken hilflos ausgeliefert sind. Wir besitzen durchaus die Möglichkeit, unsere Gedanken zu beeinflussen. Klingt komisch, ist aber so, denn die abstrakte Macht der Gedanken wird greifbarer, wenn wir uns genauer damit auseinandersetzen, was wir denken! Wir können uns demnach also jederzeit entscheiden, ob wir einen Gedanken eher negativ oder mehr positiv formulieren.

Nicht nach unten, sondern nach vorne und vor allem nach oben schauen: Einfach mal die Gedankenwolken wegblasen und wieder den Kopf frei bekommen!

Vergiss den Trübsinn

Das, was wir also denken, fühlen wir auch! So knapp könnte man bislang den logischen Zusammenhang von unseren Gedanken und der eigenen Gefühlswelt zusammenfassen. In der Neurowissenschaft, die unter anderem die Entstehung von Emotionen untersucht, geht es auch um ebendiese Verknüpfung zwischen dem Gehirn und dem Bewusstsein. Definiert man Bewusstsein als einen Geisteszustand, bei dem man sich zum einen über sich selbst und zum anderen über seine Umgebung bewusst ist, hat dieser Vorgang ebenfalls viel damit zu tun, was wir wahrnehmen. Das bewusste Erleben der Sinneswelt und die damit einhergehende Verarbeitung von visuellen, auditiven oder anderen Reizen, steuern unsere Gedanken und damit letztendlich auch unsere Gefühle.

Es geht nicht ausschließlich darum, am Ende komplett alle Verantwortung über Bord zu werfen, sondern darum, effektiv zu lernen, den Anforderungen des Alltags etwas unbeschwerter zu begegnen und sich endlich mal wieder Luft zum Durchatmen zu verschaffen! Die Strategien, die wir dabei entwickeln, sind dabei ganz individuell: Der eine sucht vielleicht eher die Stille in der Natur, der andere powert sich lieber körperlich beim Sport aus und wieder ein anderer lässt sich einfach Treiben, von der Musik, von einem Boot, von den Wolken am Himmel. Egal, welche Strategie wir auch für uns entwickeln, wichtig ist nur, dass sie einen tragenden Charakter besitzt. Etwas, dass uns zwischendurch abheben und für ein paar Momente schweben lässt!

Bevor man den Boden unter den Füßen verliert: Einfach mal zwischendurch aus dem Alltag aussteigen, zum Beispiel mit einer Fahrt im Heißluftballon!

Die Leichtigkeit des Seins

Die Leichtigkeit des Seins im Sinnbild einer Feder, sich also unbeschwert von allen Ängsten, Sorgen und Problemen zwischendurch ganz federleicht zu fühlen, kurzzeitig vom Boden der Tatsachen abzuheben, sich von seinen negativen Gedanken frei zu machen, gefühlsmäßig über den Wolken zu schweben und einfach mal dem Alltag davonzufliegen, das impliziert, dass wir uns selbst aus dem Tief befreien und wieder mehr Leben in unserem Leben zulassen! In der Natur tief durchzuatmen, den Bäumen zu lauschen, den Vögeln zuzuhören, unseren Körper zu spüren, beim Atmen, beim Sport, beim Tanzen oder sich einfach Treiben zu lassen, vom Meer, vom Wind, vom Lachen der anderen, all das sind diese Momente, in denen wir uns unserer selbst und unserer Umgebung bewusst werden können. Indem wir nicht nur die Probleme sehen, sondern auch auf unsere Bedürfnisse hören, uns einfühlen in uns, andere und unsere Umwelt, schmecken und riechen wir das ganze Leben, in dem wir uns jeden Tag bewegen!

Nicht alles so schwer nehmen: Einfach mal wieder federleicht fühlen, indem man nicht nur die großen Probleme sieht, sondern die vielen kleinen Wunder dieses Lebens!


Bildhinweise:

Das erste Beitragsbild zeigt das Nostalgie-Riesenrad “Wheel of Circus” der Familie Sperlich, Unternehmen für Vergnügungsbetriebe und Fahrattraktionen. Wir bedanken uns für die freundliche Genehmigung zu fotografischen Aufnahmen und deren Verwendung für diesen Artikel!

4 Kommentare

  1. Sehr gutes Thema! Toller Artikel! Jedoch hätte ich mir mehr über dieses Thema zu lesen gewünscht. Hatte mich gerade eingelesen und schon war es mit dem Vergnügen vorbei. Auch die so treffend ausgesuchten Bilder möchte ich nicht unerwähnt lassen.

    1. Hallo Ina,
      es freut mich ungemein, dass ich mit diesem Artikel ins Schwarze getroffen habe! *lach* Nun, bevor ich seitenweise nur einen Artikel zu dem Thema schreibe, schreibe ich doch lieber zu diesem Thema irgendwann noch einmal ein paar neue Seiten! *zwinker*
      Liebe Grüße, Kathrin

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