Von mutigen Angsthasen und tollen Fellnasen

Bücher über Hunde gibt es ja ganz viele! Jeder von uns kennt sicherlich mindestens ein Buch, in dem ein Hund als Begleiter des Menschen vorkommt. Doch wer von euch kennt ein Buch, in dem der Hund nicht der beste Freund des Menschen ist?

Intro

“Ach, der tut nix, der will doch nur spielen!” Diesen bemerkenswerten Satz hört man bisweilen aus dem Mund eines Hundehalters und ehe man sich versieht, kommt auch schon ein fremder Hund auf einen zugelaufen. Vielleicht mögen jetzt einige denken: “Ach, das macht doch nichts!” Doch, natürlich macht das etwas! Und zwar nicht nur, dass es sich dabei um ein äußerst rücksichtsloses Verhalten seitens des Hundehalters handelt, der seinen Hund nämlich genauso gut bei sich oder an der Leine hätte halten können, nein, es kann vor allem bei Menschen, die im Umgang mit Hunden unsicher oder unerfahren sind, auch großes Unwohlsein auslösen.

Heute haben wir eine Autorin zu Gast, die nämlich unter einer sogenannten Kynophobie, also der Angst vor Hunden, gelitten und darüber ein Buch geschrieben hat. Hundeangst ist für alle Betroffenen kein leichtes Thema, denn Hunde gehören hierzulande für viele Menschen genauso zum Leben wie das tägliche Brot. Dementsprechend begegnet man auch Hunden überall, nicht nur beim Waldspaziergang, sondern ebenfalls in der Stadt, in Bussen, Straßenbahnen und Cafés. Doch nicht jeder Mensch zehrt von den positiven Effekten eines Hundes in seiner Gegenwart, im Gegenteil, bei manchen Menschen zerrt die Anwesenheit eines Hundes ganz schön an den Nerven.

Doch wie lässt sich über dieses Thema jetzt ein Buch schreiben, sofern es keinen klassischen Ratgeber darstellt? Das haben wir uns auch gefragt und Franziska Erhard zu einem Interview eingeladen. Im Folgenden erfahrt ihr also nicht nur einiges über Menschen mit Hundeangst und wie man mit dieser Angst lernt zu leben, oder sie gar zu besiegen, nein, hier erfahrt ihr auch, wie aus einem anfänglichen Angsthasen ein Muthase wird! Selbstverständlich dürfen dabei die Fellnasen nicht fehlen, denn sie sind ja nicht nur für viele Menschen der Schlüssel zum Glück, sondern spielen in dem Roman “Von Muthasen, Fellnasen und dem ganz normalen Wahnsinn mit der Liebe” natürlich eine besondere Schlüsselrolle.

So absurd es auch klingt: Manchmal braucht man nur den Mut, ein Feigling zu sein. Und jemanden, der das anerkennt. Und dann ist plötzlich alles möglich. (Franziska Erhard)

Herzlich Willkommen, Franziska Erhard!

Interview

vonherzen: Liebe Franziska, schön, dass du da bist! Magst du dich den Lesern unseres Magazins vielleicht einmal kurz vorstellen?

Franziska: Danke, schön, dass ich hier sein darf. Ich heiße Franziska Erhard, bin verheiratet und habe zwei Kinder – einen Sohn und eine Tochter. Ursprünglich komme ich aus der Nähe von Freiburg, nun jedoch wohnen wir in einem kleinen Ort bei Karlsruhe. Nach dem Abitur absolvierte ich eine Ausbildung zur Augenoptikerin, anschließend habe ich studiert, einen ziemlichen Exoten-Studiengang, den ich mit dem Dipl. Ing. (FH) Augenoptik abgeschlossen habe.
Seit etwas mehr als drei Jahren schreibe ich und arbeite seitdem hauptberuflich als Autorin.

vonherzen: Du hast ja schon einige Bücher veröffentlicht, insgesamt 13 Stück, wenn ich richtig gezählt habe. Würdest du dich damit als Bestseller-Autorin auch schon als „alter Hase“ im Geschäft beschreiben?

Franziska: Ich denke, dass ich mittlerweile den Job ganz gut verstanden habe. Ich habe vieles probiert, recherchiert, Fehler gemacht und daraus gelernt. Ich werde auch weiterhin noch welche machen, aber das ist in Ordnung, denn nur so entwickelt man sich weiter. Und Bestseller-Autorin? Da muss ich erst einmal überlegen, wie man den Begriff definiert. Auf Amazon, wo ich veröffentliche, werden Bestseller-Label vergeben, wenn man in einer Kategorie die Nr.1 ist. Allerdings ist das je nach Kategorie leichter oder schwieriger zu schaffen und deshalb auch nicht vergleichbar. Also sollte man Bestseller tatsächlich über die Anzahl verkaufter Bücher definieren. Und was das angeht, denke ich ganz unbescheiden sagen zu dürfen: Ja, ich bin Bestsellerautorin und sehr stolz drauf.

vonherzen: „Von Muthasen, Fellnasen und dem ganz normalen Wahnsinn mit der Liebe“, so lautet der Titel deines zuletzt erschienenen Werks. Worum geht es in dem Buch genau?

Franziska: Es geht um Holly, eine junge Frau, die unter extremer Hundeangst leidet. Bisher hat sie es ganz gut geschafft damit umzugehen, aber dann passieren zwei Dinge, die sie erkennen lassen, wie sehr diese Angst ihr Leben bestimmt, und sie beschließt, sich einer Therapie zu unterziehen. Kein leichtes Unterfangen, denn sie kommt ganz schön an ihre Grenzen, zumal die Stunden auch ihr normales Leben beeinflussen. Holly verändert sich, wird mutiger und auch spontaner. Was das Leben aber auch nicht immer einfacher macht, besonders, wenn dann plötzlich die Liebe dazwischenfunkt.

vonherzen: Es gibt ja schon etliche Bücher, in denen es um Hunde geht. Manchmal sind sie nur eine Begleiterscheinung der eigentlichen Handlung, manchmal spielen sie sogar die Hauptrolle. Welche konkrete Position nehmen Hunde in deinem Buch ein?

Franziska: Hunde haben eine ganz große Rolle in diesem Buch, weil sie Holly so stark beeinflussen können. Sie sind Angstfaktor, aber auch Mutmacher und Glücksspender. Und sie lassen Holly letztendlich sogar die ganz große Liebe finden.

vonherzen: Ich gebe zu, ich selbst bin ja ein bekennender Hunde-Fan. Ein Buch von jemandem zu lesen, der das per se nicht ist, fand ich persönlich sehr interessant. Ich habe mir im Vorfeld immer die Frage gestellt: Wie tickt eigentlich so jemand, wenn er draußen angeleinten oder freilaufenden Hunden begegnet?

Franziska: Das ist etwas, das sich wohl niemand vorstellen kann, dem es nicht so geht. Dass es Menschen gibt, die in Schockstarre verfallen, nur weil ein Hund bellt, denen das Herz einen Moment aussetzt, weil ein Hund kommt, oder die schreiend dastehen, das mutet ja schon auch verrückt an. Aber genau so ist es. Man kann das nicht steuern, und das Gehirn schaltet sich komplett aus. Unter uns gesagt, es ist furchtbar, und es beeinflusst das Leben mehr als man zugibt.

vonherzen: Du sagst, du hast selbst Angst vor Hunden bzw. Angst vor Hunden gehabt. Wie ist diese Angst eigentlich überhaupt entstanden? Gab es dafür einen bestimmten Auslöser? Und was würdest du sagen, wie viel von dir selbst in deiner Protagonistin Holly Reed steckt?

Franziska: Wie die Angst entstanden ist, kann ich gar nicht sagen. Sie war einfach schon immer da. Dann kamen ein paar unschöne Hundebegegnungen dazu, und es wurde immer schlimmer. Diesen Aspekt teile ich voll und ganz mit Holly. Viele ihrer Erlebnisse waren echt. Und auch die Therapie und wie Holly damit umgeht, deckt sich in weiten Teilen mit meiner echten Erfahrung. Andererseits ist Holly ganz klar ein erfundener Charakter. In jedem meiner Charaktere steckt ein wenig Franziska Erhard – in Holly vielleicht ein wenig mehr, zumindest, wenn es um die Hunde geht.

vonherzen: Im Bonuskapitel „Die echte Hundeangst-Therapie“ beschreibst du neben deiner eigenen Angst vor Hunden auch die Angst vor Hunden bzw. die Hundeangst-Therapie deiner Tochter genauer. Könnte man „Von Muthasen, Fellnasen und dem ganz normalen Wahnsinn mit der Liebe“ nicht auch einfach als ein biografisches Buch betrachten bzw. hättest du das Buch nicht auch als Kinderbuch schreiben können?

Franziska: Die Geschichte selbst ist nicht biografisch. Ich habe einfach persönliche Erfahrungen genommen und in eine fiktive Geschichte eingebaut. Ich hätte einen Erfahrungsbericht schreiben können, oder einen Ratgeber. Stattdessen habe ich mich entschieden, dieses Thema in eine Geschichte einzubauen, die sich gut lesen lässt, das Thema bei allem Ernst auch heiter angeht, und auf diesem Weg vielleicht Menschen zu erreichen, die daraus Mut und Kraft schöpfen können. Für sie habe ich auch den Bonusteil angehängt. Es ist eines, eine Geschichte zu lesen, in der die Protagonistin es schafft, ihre Angst zu besiegen. Ganz anders aber, dann zu lesen, dass es auch im echten Leben funktionieren kann, und wie dieser Weg aussieht. Das war mir wichtig, aufzuzeigen, dass dieser Teil der Geschichte nicht ausgedacht ist. Ich hoffe, dass ich mit dieser Mischung aus Erzählung und echtem Tatsachenbericht Menschen Mut machen kann und Fragen beantworten kann, die beim Lesen vielleicht entstehen. Und eventuell dem einen oder anderen Hundehalter helfe, die „andere Seite‟ besser zu verstehen. Und natürlich wäre das auch eine tolle Sache für ein Kinderbuch. Aber meine Welt sind nun mal die Liebesromane. *lacht*

vonherzen: Und was mich natürlich noch besonders interessiert: Welche Meinungen, vielleicht auch gerade von Hundehaltern, sind dir während des Schreibens und/oder nach der Veröffentlichung deines Buches hinsichtlich dieser Hundeangst-Thematik begegnet?

Franziska: Ich habe tolles Feedback erhalten. Gerade Hundehalter haben oft zugegeben, dass sie diese Angst nie nachvollziehen konnten, und vieles jetzt ein wenig besser verstehen. Das freut mich, denn sie werden in Zukunft anders reagieren, wenn sie auf einen Angst-Menschen treffen. Es gab einige sehr interessante Gespräche, die beiden Seiten neue Erkenntnisse gebracht haben. Andererseits verstehe ich nun auch Hundehalter besser, ihre Sicht, und dass ich auch einiges hätte anders machen müssen.
Was mich ebenfalls sehr gefreut hat, waren die vielen Nachrichten von Menschen, die selbst mit einer Angst in irgendeiner Form leben, und denen das Buch Mut gemacht hat, diese Angst zu akzeptieren und anzugehen. Das ist großartig, und ich wünsche jedem viel Glück auf seinem Weg.

Franziska Erhard mit ihrem Therapiehund!

vonherzen: Was ist für dich persönlich der wichtigste Satz, den jemand zum einen während der Entstehung des Buches, zum anderen aber auch hinsichtlich der Bewältigung deiner Hundeangst in dieser ganzen Zeit du dir gesagt hat? Oder gab es für dich vielleicht auch einen besonders wichtigen Menschen in dieser Zeit?

Franziska: Ganz wichtig war meine Familie, ihr Rückhalt, aber auch ihr Lachen, wenn ich mal wieder völlig überdreht war wegen eines winzigen Fortschritts. Meine Tochter ganz besonders, weil sie vor mir diese Therapie gemacht und mich so gut verstanden hat. Sie hat mich angetrieben, und mir Mut gemacht, nicht zugelassen, dass ich aufgebe. Und natürlich war in der Zeit mein Therapeut sehr wichtig. Es war ein großes Glück, dass wir eine gute Basis hatten, auf der wir arbeiten konnten. Seine wichtigste Frage war immer: „Was ist das Schlimmste, das dir hier jetzt passieren könnte?‟ Und so banal es klingt, der Satz: „Das hast du gut gemacht.‟ war ein echter Drehmoment. Das darf und muss man sich einfach sagen (lassen), denn er gibt unglaublich viel Kraft und Motivation.

vonherzen: Wir leben ja in einer Zeit, in der mittlerweile gefühlt jeder Zweite einen Hund besitzt. Wie gehst du heute mit deiner Hundeangst um, sofern diese immer noch vorhanden ist und was wünschst du dir von den Hundehaltern, die dir draußen mit ihren Hunden begegnen?

Franziska: Ich werde wohl immer ziemlich viel Respekt vor Hunden haben, das habe ich mittlerweile erkannt. Aber ich weiß nun auch, dass ich nicht in Panik verfallen muss. Ich spreche mit den Hundehaltern darüber, das habe ich früher nicht gemacht. Ich dachte, wenn ich diese Angst zugebe, dann mache ich mich verletzlich, gebe ihnen Macht über mich. Um das zu verhindern, bin ich lieber große Umwege gegangen. Inzwischen atme ich erst einmal tief ein und sehe mir die Situation an. Und merke dann, dass ich das schaffe, und mehr, dass ich gut damit umgehen kann. Das ist ein wirklich tolles Gefühl. Ich bitte jetzt auch mal darum, den Hund anfassen zu dürfen, wenn ich das Gefühl habe, dass ich es gerade wirklich will, oder ihn ein wenig von mir wegzunehmen, wenn mir die Situation nicht ganz geheuer ist.
Was ich mir wünsche? Dass meine Gefühle respektiert werden. Dass der Hundehalter nicht mit dem klassischen „der-will-doch-nur-spielen‟-Spruch kommt, sondern es akzeptiert, dass nicht jeder nur dann glücklich ist, wenn ein Hund um ihn herumspringt. Dass man sich einfach bewusst macht, dass es eben auch andere Menschen gibt, und vielleicht ein Auge darauf hat, wie sein Gegenüber reagiert. Und im Zweifelsfall den Hund festhält und somit jemanden davor bewahrt, kurz vor dem Kollaps zu stehen. *lacht*

vonherzen: Es gibt ja neben der Angst vor Hunden noch viel mehr Ängste: Einige Menschen haben zum Beispiel Höhenangst oder Platzangst. Besonders verbreitet ist ja auch die Angst vor Spinnen. Was ist das Wichtigste, das du einem Menschen mit Angstproblem immer raten würdest? Wenn man das überhaupt so pauschal sagen kann!

Franziska: Man muss die Angst zulassen. Ich habe sie lange kleingeredet, obwohl sie so groß war. Ich habe mir Mechanismen gesucht, wie ich damit leben kann. Keine Spaziergänge im Feld, wo die Hunde sind. Kein Urlaub in Anlagen, die Hunde zulassen. Solche Sachen eben. Aber es ist doch kein echtes Leben, wenn man jeden Menschen erst fragen muss, ob er einen Hund hat, und nur dann eine Freundschaft in Betracht zieht, wenn er nein sagt. Ich habe erkannt, dass man zugeben muss, dass diese Angst da ist, und sich dann auch Hilfe suchen sollte. Es gibt Menschen, die helfen können, und das Leben gewinnt so viel mehr an Qualität. Und man sollte sich auch zugestehen, dass man vielleicht nie ganz darüber hinwegkommt. Ich muss nicht vom Hunde-Angsthasen zum Hundebesitzer werden. Ein gesundes Mittelmaß ist doch ein toller Erfolg!

vonherzen: „Von Muthasen, Fellnasen und dem ganz normalen Wahnsinn mit der Liebe“ kann aber ja noch mehr, als sich bloß der Hundeangst zu stellen. Der Roman beinhaltet zugleich auch eine Liebesgeschichte. Wie würdest du eigentlich den Zusammenhang der beiden Handlungsstränge beschreiben?

Franziska: Meine Idee war es ja, eben keinen Ratgeber zu schreiben, sondern eine Geschichte, die dieses Thema behandelt. Und so entstand die Idee, eine junge Frau als Protagonistin zu wählen, die ganz normal ist – bis auf ihre Angst vor Hunden eben. Und dann nach und nach aufzuzeigen, wie diese Angst ihr Leben beeinflusst, Freundschaften und Beziehungen prägt, und was sie alles verpasst, eben wegen dieser Angst. Und wie sich ihr Leben verändert, als sie endlich mutig wird. Wie sie sich selbst ändert, als sie erkennt, dass sie viel stärker ist als gedacht. Wie anders sie ihr Leben angeht, dass sie sich plötzlich traut, auch mal Fehler zu machen, und ganz neue Situationen zu erleben. Ich finde, dass Holly das toll macht, und ich liebe ihre Art, wie sich plötzlich in das Leben wirft, mit allen Freuden und Fettnäpfchen, die dort warten.

vonherzen: Man muss sich im Leben ja nicht nur manchen Ängsten, sondern oftmals auch der Liebe stellen. Was ist das Besondere für dich daran, wenn du über das Thema Liebe schreibst? Worauf legst du dabei deinen Fokus?

Franziska: Ich liebe es, darüber zu schreiben. Liebe ist ein Thema, das jeden angeht, Männer, Frauen, Junge, Alte. Sie betrifft jeden, und jeder kennt sie und wünscht sie sich. Und es gibt sie in so vielen Facetten. Manchmal hat man mehr davon im Leben, manchmal weniger. Aber einen Teil davon sollte man immer haben, nämlich die Liebe zu sich selbst. Das finde ich wichtig. Liebe funktioniert nicht wie viele denken. Sie kommt nicht ausschließlich in Form eines Fremden, der sie uns schenkt. Ganz wichtig ist es, dass wir uns selbst lieben, so wie wir sind, mit allen Stärken und Schwächen. Und so sind auch meine Protagonistinnen: Frauen mit Stärken und Schwächen, die im Haus nebenan wohnen könnten. Ich möchte mit meinen Büchern eine gute Zeit schenken, ein paar schöne Lesestunden, und ein Lächeln, wenn man die Geschichte beendet. Und das Gefühl, dass einem das selbst auch passieren kann, irgendwann.

vonherzen: Wovon handeln im Überblick deine anderen 12 anderen Bücher? Was sind die Themen, die dich als Autorin bewegen und worüber du gerne schreibst? Gibt es auch etwas, wo du dir sicher bist, dass du niemals darüberschreiben wirst?

Franziska: Puh, kurz und knackig? Ich schreibe über Themen, die mich interessieren oder bewegen. Die ganz normalen Probleme, die viele Frauen kennen. Die Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper. Die Angst, anzuecken. Den Wunsch, einmal etwas ganz Verrücktes zu tun. Den Kampf, sich selbst zu akzeptieren, wie man ist. Und die Suche nach dem Glück. In jedem meiner Bücher gibt es ein Thema, das mir wichtig ist, und bei dem ich hoffe, dass ich Gedanken anstoßen kann. Ich mag Menschen, die über sich selbst lachen können, und diese Eigenschaft müssen auch meine Charaktere haben. Und sie dürfen nicht jammernd in der Ecke sitzen und darauf warten, dass sie gerettet werden. Sie müssen schon selbst etwas dafür tun. Das Ganze verpacke ich in eine leichte, witzige Sprache, so zumindest der Plan. Und heraus kommen dann Bücher voller Liebe, Herz und Seele – und genügend Passagen, in denen man mal ganz herzhaft lachen darf.

Und worüber ich sicher nie schreiben werde? Ich denke ja, man sollte niemals nie sagen, das habe ich in den letzten Jahren gelernt. Ich werde immer mutiger, was das Schreiben angeht, also kann da noch vieles kommen. Allerdings muss ich hinter der Geschichte stehen, dann ist es egal, ob die Protagonisten reich oder arm, schön oder hässlich, jung oder alt sind. Allerdings würde ich nie etwas schreiben, das gegen meine persönlichen Ansichten geht, also etwa Geschichten, in denen anderen Menschen oder gar Kindern Gewalt angetan wird, einfach, weil es Spaß macht und eine sadistische Ader befriedigt. Das sind Fantasien, die ich weder unterstützen noch bedienen will.

vonherzen: Nun sind wir leider auch schon am Schluss des Interviews angekommen. Gibt es etwas, was du an dieser Stelle den Lesern meines Magazins noch sagen möchtest? Du kannst auch jemandem danken, wenn du magst!

Franziska: Kauft meine Bücher! Nein, war ein Spaß. Glaubt an euch und eure Träume. Verlernt nie, auch das Gute in einer scheinbar schlechten Situation zu sehen, denn vieles kann sich daraus entwickeln, für das ihr irgendwann dankbar seid. Wenn ihr eine Chance bekommt, versucht, sie zu verwirklichen. Wenn eine Tür zugeht, dann probiert eine andere. Dahinter kann was ganz Tolles sein. Verliert nie den Blick für eure Lieblingsmenschen. Manchmal ist es leichter, manchmal schwieriger, sie zu lieben, aber wert sind sie es immer. Und wenn ihr mal ein Lächeln und eine gute Auszeit braucht: kauft meine Bücher. *zwinkert*

Und ganz zum Schluss: Danke für dieses Interview. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, deine Fragen zu beantworten.

vonherzen: Liebe Franziska, das war wirklich ein sehr spannendes und auch in Bezug auf das Thema Hundeangst sehr aufschlussreiches Interview! Wir danken dir von ganzem Herzen für deine fantastischen Antworten und wünschen dir für deine persönliche Zukunft und deinen weiteren Erfolg als Autorin selbstverständlich alles erdenklich Gute! Und wer weiß, vielleicht wirst du ja doch noch eines Tages eine Hundebesitzerin, oder deine Tochter! *zwinker*

Produktinformation

Klappentext:

Holly Reed ist eine ganz normale junge Frau mit einem ganz normalen Leben – bis auf die Tatsache vielleicht, dass sie eine unbezwingbare Panik vor Hunden hat, der sie ihr ganzes Leben unterordnet. Als sie nun aufgrund eben dieser Angst auch noch ihren Traumjob nicht bekommt und nur knapp einem üblen Unfall entgeht, erkennt sie, dass sich endlich etwas ändern muss.

Schon bald zeigt sich, dass sie nun nicht nur ihre Angst vor Hunden angeht, sondern ihr ganzes Leben auf den Kopf stellt. Mitch, ihr charismatischer Therapeut, fordert sie nämlich auf der ganzen Linie. Oscar, der charmante Hundebesitzer, ist plötzlich nicht mehr unerreichbar. Selbst Hugh, ihr Mitbewohner und Freund seit Kindertagen, scheint nicht mehr der Alte zu sein. Oder liegt es daran, dass Holly selbst plötzlich anders ist? Der ständige Adrenalin-Nachschub aus den Therapiestunden sorgt nämlich dafür, dass aus der zurückhaltenden Frau plötzlich eine selbstbewusste und spontane Person wird, die sich selbst am meisten überrascht und plötzlich Dinge tut, die sie sonst nie tun würde.

Doch was wird sein, wenn diese Stunden enden? Kommt dann wieder die alte Holly zurück? Und kann man eine solche Angst überhaupt besiegen? Nicht nur die vor den Hunden, sondern auch die vor dem Leben und der echten Liebe?

*mit Bonuskapitel: Die echte Hundeangst-Therapie

Format: Kindle Edition (882 KB) oder Taschenbuch (482 Seiten)

Verlag/Auflage: Franziska Erhard, 1. Auflage Mai 2018

Sprache: deutsch

ISBN: 978-1-9809-8219-7

 


Bildhinweise:

Die Autorenfotos und das Produktfoto sind Privateigentum von Franziska Erhard, die sich alle Rechte vorbehält. Wir bedanken uns bei Franziska für die freundliche Genehmigung zur Verwendung der Fotos für diesen Artikel!

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich akzeptiere.