Von einem kleinen Lädchen am Meer

Heute ist ein besonderer Tag, denn wir sind eingeladen! Wir sind zu Gast bei Little Sea Star – Handmade Art. Und du, lieber Leser, magst du mitkommen?

Von Kaffeeduft und Seeluft

Kling, klang, ein kleines Glöckchen über der Tür klingelt und kündigt deinen Besuch im Laden an, herrlicher Duft von frisch aufgebrühtem Kaffee und Tee schlägt dir entgegen, während du dir gerne einen Lieblingsplatz auf dem blauen Sofa nahe dem hinteren Fenster aussuchst, ganz nah bei den weihnachtlichen Leuchthäusern, die mit schönem Kerzenschein eine wohlige Atmosphäre verbreiten. Wo bist du hier eigentlich?

Nun, gehen wir etwas in der Zeit zurück und ich erzähle dir, wo du dich gerade befindest. Kathrin fragte mich: „Heike, wie sähe denn eigentlich dein Ladengeschäft aus, wenn es kein Online-Shop wäre? Und kannst du mir etwas über dich und deine Kunst erzählen?“

„Gerne“, sagte ich und soeben hast du den kleinen Laden an der See betreten, den ich gerne mein Eigen nennen würde. Hätte ich also ein kleines Ladengeschäft, dann gäbe es dort eine altmodische, wunderschön von Hand bemalte Ladentür, ganz so, wie es beispielsweise an der Ostsee üblich ist. Eine maritime Einrichtung mit gemütlicher Sitzecke, umrahmt von Holzvitrinen und Tischchen mit meinen Ausstellungsstücken, einem Durchgang zur kleinen Werkstatt und vor allem ein tolles Holzsprossenfenster mit Blick auf die raue See. Ja, das wäre toll, doch davon muss ich wohl noch ein paar Jahre träumen oder zusammen mit meiner Familie im Urlaub diesen Ort suchen – vielleicht finden wir ihn ja eines schönen Tages.

Angefangen hat meine Leidenschaft, schöne Dinge mit Papier, Holz und anderen einzigartigen Materialien zu gestalten, vor einigen Jahren, als ich eine erste Grußkarte für eine Freundin entwarf. Da hat mich dann das Fieber gepackt und ich habe mir erste Stanzen gekauft, verschiedenes Papier, Pergament, Farben und Modellierpaste, Werkzeuge, Scheren, Pinsel, alles was frau eben dafür braucht. Neben Karten und Geschenktaschen, Verpackungen für ganz besondere Dinge und auch personalisierten, also wirklich einmaligen Papeterie-Artikeln habe ich auch das eine oder andere Dekorationsobjekt aus Holz geschaffen: Kleine Regale, Schränkchen, Teekistchen und noch einiges mehr.

Doch jetzt schnell zurück in den Laden: Da sitzen wir zwei und trinken gemeinsam einen Kaffee, du bist auf der Suche nach ein paar besonderen Dingen für ganz liebe Menschen, vielleicht möchtest du auch nicht einfach die Karte kaufen, die du im Geschäft schon 1000x gesehen hast, sondern du suchst nach etwas Persönlichem, Einzigartigem? Vielleicht auch für eine Feierlichkeit Einladungskärtchen und passende Tischdekorationsartikel? Da kommen wir zwei ins Gespräch und du sagst mir, was du suchst, dein Blick schweift über die Regale und passend zu deiner Weihnachtsdekoration erblickst du meine beleuchteten Weihnachtshäuschen.

Die fertige ich aus in entsprechende Form geschnittenem Kraft- und Pergamentpapier selbst. Aufgestellt auf dem Kaminsims oder Fensterbrett mit einer Kerze darin erzeugen sie ein wunderschönes, indirektes Licht und tauchen den ganzen Raum in einen zauberhaften Glanz. Soll ich dir kurz zeigen, wie ich die Häuschen herstelle? Gerne, komm doch kurz mit in meine Werkstatt.

Ein Blick in die Werkstatt

Früher habe ich die Konturen mit einer passenden Stanze und der Stanzmaschine aus Papier ausgestanzt, doch ist man bei der Auswahl der Stanzen etwas beschränkt. Da wird einem schnell klar, dass man solche eigenen Formen entweder manuell oder mit einer Schneidemaschine ausschneiden muss.

Da ich ein paar von diesen Häusern fertigen möchte, entscheide ich mich für die Schneidemaschine und starte den Computer.

Zunächst wird die Form der Häuser entworfen, hier ein klassisches Stadthaus mit vielen Sprossenfenstern, so wie es diese in den größeren Städten an der See gibt.

Danach wird das Motiv einfach mehrfach dupliziert, um so eine Art Würfel zu bilden, wobei die Unter- und Oberseite frei bleiben. So kann das Gebäude später leicht über eine Kerze oder ein elektrisches Teelicht gestellt werden.

Jetzt geht es ans Werk. Die Form der Häuserfront wird aus dickem Kraftpapier ausgeschnitten. Das Design habe ich extra so gestaltet, dass es eine große, durchgängige Fläche wird, so wird es einfach, das Papier später vom Träger abzuheben und die Ausschnitte der Fenster zu entfernen.

Hat der Plotter das Haus ausgeschnitten, legen wir es erstmal auf den Tisch und entfernen die Fensterausschnitte, dadurch soll ja später ganz viel Licht leuchten.

Von innen verkleiden wir die Fenster mit transparentem Pergamentpapier, sodass der Schein der Kerze schön gestreut und nicht direkt zu sehen sein wird.

Dazu schneiden wir die folgende einfache Form aus Transparentpapier aus.

Nun halten wir die zwei Teile in der Hand und müssen die Fenster lediglich von innen mit dem Pergamentpapier verkleiden.

Jetzt ist das Häuschen fast fertig, nur noch die Lasche an die letzte Hauswand kleben und wir werden das Ergebnis gleich bestaunen können.

Fertig! Und ich habe schnell noch ein zweites Häuschen gebastelt, damit das große Haus ein kleines Schwesterchen bekommt.

So viele schöne Sachen

Jetzt, wo unsere beiden Häuschen so schön leuchten, ist Zeit für eine zweite Tasse Kaffee oder Tee. Magst du nicht noch einen Blick auf meine Weihnachtsartikel werfen? Da war ich schon fleißig und habe neben klassischen Karten und Geschenkverpackungen auch einen ganz süßen „Adventskalender to go“ für Minimalisten entworfen, oder einfach als Mitbringsel für die nette Kollegin aus dem Büro.

Und ganz begeistert bin ich von meinen neuen, indirekt beleuchteten Bilderrahmen. Dazu habe ich Motive wie einen Hirsch, einen Engel, Dalapferdchen, die ganz herrlich zu Weihnachten passen, und auch ein paar maritime Motive geschaffen. Auf die Bilderrahmen aufgeklebt und mit einer kleinen Lichterkette beleuchtet, lassen sie die heimische Stube ebenfalls in einem sehr gemütlichen Licht erstrahlen, vertreiben die dunkle Herbstzeit und zaubern weihnachtlichen Glanz in die gute Stube.

Leider habe ich diesen hübschen Laden an der See noch nicht gefunden, aber du konntest einen kleinen Eindruck davon bekommen, wie er aussehen würde. Meine Werkstatt gibt es aber tatsächlich, da fertige ich das eine oder andere Stück, manches auch direkt auf Wunsch und ganz individuell an. Artikel, von denen ich ein paar Stücke herstelle, finden ihren Weg in meinen Amazon-Handmade Shop, von vielen Projekten berichte ich auch auf meiner Facebook-Seite, zeige hier und da ein paar Fotos und bin auch gerne mal für einen virtuellen Plausch mit Kaffeetasse zu haben.

Wie du den Weg zu mir findest? Ganz einfach, schau doch bei www.littleseastar.de vorbei. Gerade jetzt zur Weihnachtszeit kann das schön sein, denn ich veranstalte einen kleinen Weihnachtsmarkt mit jeweils einer Überraschung an den Adventssonntagen, aber mehr mag ich noch nicht verraten.

Also bis bald,
eure Heike

Text: Heike Westermann-Wenzel


Bildhinweise:

Alle hier verwendeten Fotos sind Privateigentum von Heike Westermann-Wenzel, die sich alle Rechte vorbehält. Wir bedanken uns bei Heike für die freundliche Genehmigung zur Verwendung der Fotos für diesen Artikel!

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